insideDaily 28/19VO Chronicles - Das VO Daytona 500
In der VO wurde Daytona mit dem Class C Rennen am Mittwoch nun bereits zum 98. Mal gefahren. Darunter waren jedoch nur die wenigstens Rennen über die Distanz von 500 Meilen.
Am 21.05.2000 ging es im Rahmen der Pro Series zum ersten Mal in Daytona zur Sache. Robert Jeffries konnte dabei das Rennen über 126 Runden mit nur zwei Leadlaps für sich entscheiden. Ab 2003 gesellte sich das Shootout (heute 'Clash') dazu, doch bis 2014 wurde nicht noch einmal ein so langes Rennen hier ausgetragen. Die Rennen wurden dazwischen auf 100, bzw. 120 Runden für den Saisonauftakt begrenzt.
Erst mit dem 09.02.2014 stand nun schließlich das 'Great American Race' auch in der VO in voller Länge an. Und da auch die Anmeldungen zur Saison die 40er Marke sprengten, wurden auch die Duels ausgetragen. Über eine Qualifikation im Einzel-Zeitfahren konnte man sich entweder für das Inside- oder Outside-Duel qualifizieren. In den beiden Duels wurden dann schließlich die Startreihenfolge der beiden Linien festgelegt.
Im ersten Jahr konnte sich so Alexander Abraham nach 40 Runden mit einem Vorsprung von fast vier Sekunden die Inside-Pole sichern und damit das Rennen vom ersten Platz starten. Für die Outside-Pole qualifizierte sich dagegen Gary Dumont, indem er mit .242 Sekunden Vorsprung sein Duel gewinnen konnte. Im Rennen nutzte dies aber beiden recht wenig, Alexander wurde sogar nur 14., trotz 27 Leadlaps. Gary schaffte es immerhin den zweiten Rang bis ins Ziel zu retten, während Julien Oligo mit nur .048 Sekunden Vorsprung das erste 500 der VO gewinnen konnte. Und trotz der Rennlänge und 42 Startern, gab es am Ende gerade einmal sechs Cautions.
Im folgenden Jahr war es diesmal Markus Stahl, der um .053 Sekunden die Inside-Pole holen konnte, während Thomas Nolden um .015 Sekunden die Outside-Pole inne hatte. Alexander Abraham ging hingegen vom letzten Startplatz ins Rennen und konnte sich mit Teamkollege Marc Melcher bis zum Rennende nach vorne arbeiten. Alexander siegte schließlich vor Marc mit .021 Sekunden Vorsprung, während beide zusammen nur 31 von 200 Runden geführt haben. Gleichzeitig zeigte das Feld diesmal mit nur zwei Cautions noch mehr Disziplin und dass ein Superspeedway nicht zwingend zu Chaos führen muss.
Mit 2016 wurden die Duels in der VO abgeschafft, doch wie schon 2014 konnte Alexander Abraham erneut die Pole holen. Diesmal war es jedoch kein schlechtes Omen, auch wenn er wieder nur elf Runden führen konnte. Alexander sollte sein zweites 500 mit einem Photofinish gewinnen. Michael Hamann kam gerade einmal .002 Sekunden hinter ihm ins Ziel und stellte so eines der knappsten Rennen der VO Geschichte auf. Erneut war aber auch das gesamte Feld zu loben, da wieder nur zwei Cautions ausgelöst wurden.
2017 gab es dagegen eine Caution mehr, während diesmal Harry Tiller die Pole holen sollte. Der Brite musste das Rennen jedoch nach nur 39 Runden beenden, Alexander Abraham startete von P2 und konnte ebenfalls nach 103 Runden die Pitlane nicht mehr verlassen. Der glückliche Sieger war diesmal Marius Lederer, der vom 14. Startplatz aus sich sechs Leadlaps holen konnte, um so .72 Sekunden vor Tomas Koreny das Rennen zu gewinnen.
Tobias Sievers holte sich 2018 die Pole, aber auch er konnte sie nicht in einen Sieg umsetzen. Trotz 45 Leadlaps wurde er gegen Ende dennoch überrundet und kam nur als elfter ins Ziel. Matthias Koch konnte sich hingegen die letzten 36 Runden auf dem ersten Rang halten und schließlich .08 Sekunden vor dem späteren Champion Kevin Adam das Rennen für sich entscheiden.
In diesem Rennen ging es dagegen schon fast 'turbulent' zu, da die 33 Starter sieben Cautions ausgelöst haben. Wenn man jedoch bedenkt, dass in mittlerweile fünf Rennen stolze 2.500 Meilen, bzw. 1.000 Runden im Rahmen des 500 absolviert wurden, so erscheinen die insgesamt 22 Cautions doch sehr minimal. Im Schnitt muss das Pace Car nur alle 45 Runden auf die Strecke, so dass dazwischen sogar ein Pitstop unter grün zur Pflicht wird. Aber auch wenn der Schnitt auf 4,4 Cautions pro Daytona 500 gehoben wurde, so zeigt diese Statistik dennoch, dass die Fahrer größtenteils diszipliniert sind und verstanden haben, wie lange ein 500 Meilen Rennen dauert und das man bei einer solchen Distanz nicht in der ersten Kurve gewinnen kann. Immerhin haben die früheren Rennen, über die halbe Distanz, teilweise bis zu elf Cautions zu verbuchen gehabt und damit mehr, als je ein VO Daytona 500 bis dato.