insideDaily 32/19Pitstop - Die richtige Einstellung - Teil I
Heute schauen wir uns Mal etwas an, das unabhängig von dem Fahrzeug, der Strecke oder gar der Sim ist: Das richtige 'Setting' der eigenen Person in Hinsicht auf Sitz, Lenkrad, Pedale, Monitore und Körperhaltung.
Diese Punkte werden nur zu oft vernachlässigt und erst nach etlichen Jahren richtet man sich seinen 'Arbeitsplatz' vernünftig und angenehm ein. Fangen wir dabei mit dem Sitz an. Jeder, der einen einfachen Bürostuhl (wohl auch noch auf Laminat) unter sich hat, wird die Probleme kennen: Der Stuhl rollt ständig ungewollt davon, dreht sich oder einfach nur die Bewegung der Lehne lenkt vom Fahren ab. Nun kann man das Rollen leicht durch einen Teppich oder 'Bremsklötze' unterbinden, doch der Stuhl dreht und bewegt sich weiterhin. Die einfachste Lösung ist ein einfacher Gartenstuhl, dessen Höhe zum Schreibtisch passt. Die teurere, aber auch bessere Variante ist ein Rig. Dabei sollte man sich eher auf eines konzentrieren, in dem man eher wie in einem GT-Fahrzeug sitzt. Die Sitze sind dadurch aufrechter und deutlich angenehmer für den Rücken. Gleichzeitig ist das Material deutlich angenehmer, als ein Gartenstuhl und so kann man auch mehrere Stunden ohne Beschwerden in einem solchen Rig verbringen. Ein F1-Rig ist dagegen zwar sehr gut für das Feeling in einem Formel-Wagen, aber der Rücken ist stark gebogen und wird sich schnell bemerkbar machen.
Das Rig bietet zudem auch gleich für das Lenkrad bessere Optionen. Die ideale Position ist erreicht, wenn der obere Rand des Lenkrads auf der gleichen Höhe wie die obere Kante der eigenen Schultern ist. Gleichzeitig sollte das Lenkrad in Richtung der Schultern zeigen. Gleichzeitig sollte das Lenkrad noch näher sein, als im eigenen PKW. Dabei gibt es eine ganz einfache Methode: Sind die Arme komplett ausgestreckt, sollte der Lenkradkranz in der Mitte des Unterarms sein. Wenn man jetzt die Hände auf 3 und 9 Uhr am Lenkrad legt, sollten die Ellenbogen einen Winkel von 90° bis 120° haben. Damit kann man in beide Richtungen angenehm bis zu einem Lenkwinkel von 180° lenken, ohne eine Hand vom Lenkrad zu nehmen.
Im Übrigen sollten die Hände generell auf 3 und 9 Uhr liegen. Hier hat man das beste Gespür für das Handling des Wagens und kann am feinfühligsten Lenken. Zudem gilt, dass beim Lenken immer die obere Hand die Arbeit übernimmt und die untere nur unterstützt. Im Oval hat somit die rechte Hand die meiste Arbeit und 'schiebt' das Lenkrad. Nur so hat man die meiste Kontrolle über das Geschehen.
Die Pedale sind leichter zu positionieren: Die Beine sollten so gerade, wie möglich, aber nicht völlig ausgestreckt sein. Hier gilt es einfach eine angenehme Position zu finden. Die Pedale sollten zudem mit dem Fußballen bedient werden, da man hier mehr Gefühl aufbauen kann. Wer zudem den Gegendruck seiner Pedale einstellen kann, sollte sich auf eine möglichst harte Stufe nach und nach steigern. So kann man mithilfe vom 'Muskelgedächtnis' konstanter und gleichmäßiger die Pedale bedienen. Nur die härteste Stufe ist niemals zu empfehlen.
Doch das war es noch nicht. Am 11.02. gibt es den zweiten Teil, in dem wir uns noch ein wenig mit den Füßen, dem Monitor und der Körperhaltung widmen.