insideDaily 90/19Pitstop - Die Wahrheit über Beständigkeit
Schon oft hatten wir das Thema, dass man in erster Linie konstant fahren können sollte. Doch was ist das überhaupt? Die gleichen Rundenzeiten, die gleichen Bremspunkte, die gleiche Linie über mehrere Runden hinweg? Dieses reproduzieren könnte man Beständigkeit nennen, jedoch ist es wohl eher das Endergebnis, als die Beständigkeit selber.
Wirkliche Beständigkeit kommt eigentlich von der Fähigkeit, sich anpassen zu können. Man muss sich jede Runde an neue Gegebenheiten anpassen, teilweise sogar schon innerhalb einer Runde. Wer immer genau die gleiche Runde fährt, der ist zwar auf kurze Zeit relativ konstant unterwegs, aber es fehlt die Fähigkeit sich auf Veränderungen einzustellen. In einem längeren Stint ist das alles andere, als konstant.
Die Reifen verschleißen, der Sprit wird weniger, Verkehr kommt ins Spiel und selbst die Strecke und das Wetter ändert sich. Nur wenn man weit unter dem eigenen Limit fährt, kann man hier genau identisch die eigenen Runden reproduzieren. Um schnell zu sein, muss man jedoch nahe am Limit fahren. Und genau das ist es, was Beständigkeit aus macht.
Man muss sich an diese ständig wechselnden Einflüsse anpassen und konstant am eigenen Limit bleiben. Dabei gilt es nicht so schnell, wie möglich zu fahren, sondern auch gleichzeitig das Fahrzeug nicht zu überlasten. Schnelle Runden am Limit bringen auch nicht viel, wenn man dadurch die Reifen verheizt. Es gilt das Optimum zu finden: Schnell, schonen und an die Bedingungen angepasst. Wer das dauerhaft schafft, der ist wirklich konstant und beständig.