insideDaily 113/19Track Spotting - Charlotte Motor Speedway
Seit 1960 fährt die NASCAR in Concord in der Nähe von Charlotte und stellt seit dem so etwas wie das 'Heimrennen' der meisten Teams dar. Immerhin sind hier fast alle Teams in dieser Region genauso beheimatet, wie das einzige 600 Meilen Rennen der NASCAR. Neben dem heutigen Oval gibt es zudem auf dem Veranstaltungsgelände aber auch den modernsten Dirt Track, den Road Course im Infield, ein kleines Oval auf der Frontstraight und den einzigen Drag Strip mit vier Spuren.
Was man dabei nicht erahnt: Nach der Eröffnung bis 1963 kämpfte die Strecke gegen die drohende Pleite und war mehrfach kurz davor wieder geschlossen zu werden. Erst 1967 war man völlig schuldenfrei und verbrannte zur Feier den Hypothekenvertrag öffentlich an der Rennstrecke.
In den 70er Jahren konnten Bruton Smith und 'Humpty' Wheeler das Tagesgeschäft an der Strecke übernehmen und kontinuierlich an der Zukunft der Strecke arbeiten. Es entstanden neue Tribünen und Luxus-Suiten, bevor man in den 80ern sogar Eigentumswohnungen im Gebäude in T1 baute, die den Besitzern beste Sichtverhältnisse auf die Strecke bieten. Ebenso wollte man auch noch ein NFL Team direkt mit einem Stadion in die Strecke implementieren. Dieser Plan scheiterte jedoch und die Carolina Panthers bekamen ein eigenes Stadion in Charlotte.
Erst mit den 90ern hat man nun auch Lichtanlagen eingebaut, so dass man der erste Speedway mit Nachtrennen wurde. Bis Ende des Jahrtausends hatte man zugleich sogar den größten Speedway mit Nachtrennen, bis Daytona nachgezogen hatte.
Seit 2008 hat man auf der Backstraight den größten HD Bildschirm der Welt mit 61x24 Meter und über 9 Millionen LEDs. Erst 2014 musste hier in Texas noch einer drauf gesetzt werden, so dass es aktuell in Charlotte der zweitgrößte ist.
Dagegen baut man die Sitzplätze seit einigen Jahren aber immer weiter zurück, so dass man von über 100.000 Plätzen nun bei 89.000 angekommen ist. Ein Trend, der leider aktuell viele NASCAR-Strecken betrifft. Zuvor, in 2000, hat man zugleich noch den größten Unfall mit Zuschauern verbucht. Eine Fußgängerbrücke über einen Highway, die direkt zur Strecke führte und auch zum Gelände gehörte, brach mit 107 Menschen zusammen. Die Baufirma hatte geschlampt, zum Glück gab es aber 'nur' Verletzte.
Jimmie Johnson ist mit 8 Siegen im realen Cup der Rekordhalter, während die Serie schon 118 Rennen hier ausgetragen hat.