insideDaily 139/19Long Gone - Thomas Radtke
Der 'ewige 2.' hinter Hackmann mit der Startnummer 28 hat 208 Rennen bis Mitte 2008 absolviert. Na, ist euch etwas an den Zahlen aufgefallen? ;-)
Ansonsten gab es weniger Zufälle in der VO Karriere von Thomas, eher kalkulierte Siege und sehr viele zweite Plätze, als Volker Hackmann in seiner Serie aktiv war.
Doch fangen wir ganz vorne an. Auch Thomas gehört zu den Urgesteinen der VO und konnte am 17.12.2001 sein erstes Rennen absolvieren. In der Open Series 02 holte er sich dabei direkt in seiner Debütsaison den dritten Platz hinter René Kern und Maurice Rudolph. Dabei hatte er nur 48 Punkte Rückstand, was damals nur knapp acht Plätzen in einem Rennen entspricht. Deutlich weiter hinten, auf P13, landete übrigens Volker Hackmann. Beide haben gleichzeitig ihr Debüt in der VO in der gleichen Serie gehabt. Nur damals noch mit einem anderen Ausgang für Thomas.
Bereits seine zweite Saison konnte Thomas in der Open Series 02 mit einem Titel krönen und war am Ende 145 Punkte ( von maximal 185 pro Rennen ) vor Florian Schmelz erfolgreich. Volker war nur ein Rennen dabei und wechselte schließlich in die Pro Series. In der folgenden Saison zeigte sich ein ähnliches Bild, nur dominierte Thomas ab nun. Er schnappte sich stolze 728 Punkte ( oder auch 4 Siege ) vor Frank Krug die Meisterschaft. Bei 32 Rennen war er ganze 30 Mal in den Top5, darunter 12 Siege und sah sonst nur einmal den 13. und einmal den 17. Platz in einem Rennen. Im Schnitt war er, trotz der langen Saison, damit auf P3,03 zu finden.
2004 und 2005 holte sich Thomas ebenso recht unangefochten die Meisterschaft der MNOS und im Winter 2005/06 sogar in der Winter Series, mit 2006 kam jedoch Volker zurück in seine Serie. Und wer schon dachte, dass die Marke von Thomas von 2003 sehr gut war, dem sei gesagt, dass Volker in 36 Rennen unglaubliche 31 Siege holte. Thomas war zwar weiterhin weit vor seiner Konkurrenz, jedoch reichte das nur für den zweiten Gesamtrang mit 1167 Punkten Rückstand. Im folgenden Jahr wiederholte sich das ganze ohne nennenswerte Veränderung. Selbst Michael Hamann war in beiden Jahren hinter den beiden zu finden.
2008 sollte nun aber wieder ohne Volker starten. Doch auch wenn die guten Ergebnisse und die Meisterschaftsführung wieder bei Thomas zu finden war, so hörte er Ende Mai urplötzlich auf. Pole, Sieg und Most Leadlaps in Charlotte waren das letzte Lebenszeichen auf der Strecke. Daneben holte er übrigens noch zwei Siege beim damaligen VO Clash und war mit dieser Leistung alleine, bis Alexander Hurst es ihm in diesem Jahr nachmachen konnte.
Damit holte er sich insgesamt fünf Meisterschaften (von 9 angetretenen) und 65 Siege (25% aller Rennen). Zudem war er in 70% seiner Rennen in den Top10 finden, fast jedes Mal dabei auch in den Top5. Daneben hat er auch noch 51 Poles und über 8000 Leadlaps verbuchen können. Im Durchschnitt sah er auf dem vierten Platz das Ziel. Und auch wenn am Ende nur 10 seiner 197 verschiedenen Gegner öfter vor ihm gelandet sind, als andersrum, so sticht auch hier wieder sein 'Krypton' Volker heraus. In 78 Rennen konnte Thomas nur 15 Mal vor ihm landen.
Am Ende war es dennoch eine Bilderbuch-Karriere ohne Fehltritte. Er hat mehr als die Hälfte seiner Saisons gewinnen können und war auch neben der Strecke eher ein zurückhaltender und stets willkommener Zeitgenosse.