insideDaily 141/19Pitstop - Green-White-Checker
Green-White-Checker oder einfach nur G-W-C, gibt es mittlerweile schon recht lange. Genauer gesagt: seit 1995. In der Truck Series wurde damals ein Test-Rennen im Tucson Raceway Park gefahren, bei dem erstmals das G-W-C in die NASCAR einzog.
Doch fangen wir damit an, was das überhaupt, damit auch jeder im Bilde ist. Das G-W-C verhindert, dass ein Rennen unter Caution und somit ohne Wettkampf zu Ende geht. Dabei stehen die Farben für die jeweilige Flagge. Grün gibt das Rennen wieder frei, eine Runde später kommt die weiße Flagge für die letzte Runde. Abschließend wird danach das Rennen mit der karierten Flagge abgewunken. Damit entsteht so etwas wie eine 'Verlängerung', bzw. der 'Overdrive'.
Es dauerte schließlich bis 2004 und es kamen einige Änderungen der genauen Regeln hinzu, bis 2004 das G-W-C in allen NASCAR Serien genutzt wurde. Doch auch danach musste immer wieder an verschiedenen Stellschrauben gedreht werden, so dass seit 2018 wieder die Regeln genutzt werden, die 2010-2015 gültig waren, mit einer Ausnahme.
Wird innerhalb der letzten zwei Runden eines Rennens eine Caution ausgelöst, so wird das Feld 'eingefroren'. Sollte beim G-W-C danach nun eine weitere Caution ausgelöst werden, bevor der Leader des Rennens in der letzten Runde beginnt, also noch vor der White Flag, so gibt es einen neuen Versuch eines G-W-C. Dabei gibt es seit 2018 die Änderung zur alten Regel, dass die Anzahl der Versuche nicht begrenzt ist. Erst wenn der Leader einmal in der letzten Runde ist, dann wird das Rennen auch mit dieser Runde beendet. Egal ob erneut gelb oder nicht.
Da natürlich ein Pitstop in dieser Phase so ziemlich die schlechteste Idee ist, versuchen die Teams 2-3 G-W-C Versuche, je nach Strecke, immer mit einzuplanen. Sollten die Aufräumarbeiten bei einem Unfall mal länger dauern, unterbricht die NASCAR auch gerne das Rennen, um so nicht unnötig bei allen Fahrzeugen den Tank unter Caution zu leeren.
Übrigens gibt es solche Regeln nicht erst seit der Truck Series 1995. Die British Superbike Championship Serie verlängert ebenso die Rennen. Daneben ist eine andere Form des G-W-C auf den kleinen Oval sogar schon seit etlichen Jahrzehnten normal. So werden Caution Laps bei Sprint Rennen gar nicht erst gewertet, während bei längeren Rennen die letzten fünf Runden an einem Stück unter grünen Bedingungen absolviert werden müssen. Letzteres wird auch heute noch von sehr vielen bevorzugt, da es sich weniger um eine Lotterie handelt und noch einmal ein richtiges Rennen entstehen kann. Zudem beugen die fünf Runden auch vor 'cautions breed cautions' vor.