insideDaily 161/19Throwback Thursday - Historic Series 2007 @ Bristol Motor Speedway
Das dritte Rennen fand auf dem Traditionskurs von Bristol statt. Nur 23 Fahrer stellten sich der Herausforderung Namens BRISTOL. Wie so oft beherrschte Florian Kirchhofer das freie Training, aber Nils Herbstrieth und Jan Oeser blieben zeitlich in seiner Nähe. Aber in der Qualifikation zeigt sich erst, ob der Fahrer seine Zeit auch dann bringt, wenn sie gebracht werden muss. Und auf den Punkt brachte sie Jan Oeser. In 16,067 Sekunden umrundete er den steilen Shorttrack. Kirchhofer stellte seinen Dodge aber auch in die erste Startreihe. In der Happy Hour war schon das zu beobachten, was im freien Training schon zu oft zu sehen war: Unforced über Unforced. Manch einer der Fahrer schielte wohl zu sehr auf die Zeit und stellte sein Fahrzeug zu sensibel ein.
Und es kam, wie es kommen musste. Das Rennen begann und hat den Namen Rennen eigentlich nicht verdient. Kaum zehn Runden unter Rennspeed, dann kam eine Yellow raus. Aber in den kurzen Rennphasen wurde trotzdem gut am Rad gedreht. Nur vier Fahrer wechselten sich über die ganzen 225 Runden an der Spitze ab. Aber zurück zum Rennen. Kirchhofer übernahm die Führung und behielt diese für 65 Runden, geriet dann aber in Schwierigkeiten und landete am Ende auf Rang elf. In Runde 66 war Matthias Wien der Meinung, dem Rennen seinen Stempel aufzudrücken. Führung für ihn, bis zur 132 Runde. Aber Wien musste einem Unfall ausweichen und verliert seine Führung. Nun rückt sich Polesitter Oeser für sechs Runden ins rechte Licht.
Noch sind 87 Runden zu fahren und Vitali Blokow setzt sich an die Spitze, die er bis zum Finish nicht mehr abgibt. Immer im vorderen Feld zu finden und jeden Unfall unbeschadet überstanden. Florian Schmelz, von zehn aus ins Rennen gegangen, beendete das Rennen als zweiter. Oeser errang letztendlich den letzten Podiumsplatz.
Der Sieger Vitali Blokow: Oh Mann, das war eigentlich nichts. Null Training, null Setup (VH Cup), null Motivation und null Konzentration. Kurz vor der Qualifikation noch auf den Server gekommen. Eigentlich wollte ich hinten mitfahren. Nach 40 Runden wollte ich eigentlich aufgeben, da keine Lust, Erschöpfung und Müdigkeit. Wegen Arbeit und Hunger konnte ich mich halt kaum konzentrieren. Bin bei einem RS als dritter gedreht worden und habe einen Big One fabriziert. Durch geschickte PIT- Strategie dann doch nach vorne gekommen. Irgendwie mit dem Jan Oeser aneinander gekommen in der YF, so dass ich ihn gedreht hatte an der Mauer. So war ich erster und hatte 120 Runden mit den Reifen zu absolvieren. Am Ende musste ich richtig pushen und erstmal sehen wo das Limit ist.
Florian Schmelz: Hui, da habe ich ja Glück gehabt, in keiner einzigen Yellow verwickelt gewesen zu sein. Abgesehen von der üblichen Bristol- right- side- Damage blieb mein Wagen heil. Bis Runde 120 oder so blieb ich draußen, was auch richtig war. So fuhr ich die meiste Zeit unter den TOP3 und da konnte man halbwegs sicher seine Runden ziehen. Irgendwann musste ich dann doch mal rein, es ging aber gut, zum Glück war ich nach 2-3 Yellows schon wieder auf 3 oder 4. Fazit: 2. Platz, keine Strafen zu befürchten, eigentlich alles paletti.
Jan Oeser: Was dem Rennen an Spannung durch lange Grünphasen fehlte wurde durch die Zwischenfälle im Rennen wieder gut gemacht. Durfte mich 2 mal von ganz hinten nach vorne kämpfen, dies hatte ich nach der Pole nicht unbedingt erwartet. War oft auch mitten in den Unfällen drin und bin immer so gerade ohne größere Schrammen davon gekommen, einfach nur viel Glück gehabt. Daher bin ich sehr froh über das Ergebnis und hoffe nun, nach den ersten, schlechten Rennen, dass es so weiter geht, aber bitte mit weniger Gelb!
Sven Colin Preukschat der bei diesem Rennen leider nur unter ferner liefen ankam, führt weiterhin die Tabelle (485 Punkte) an. Dicht gefolgt von Kirchhofer (460) und Matthias Wien (425). Nico Sander und Florian Schmelz (beide 408) vervollständigen die Top Five.