insideDaily 150/19Pitstop - Green-White-Checker in der VO
Mit der kommenden Saison wird auch in der VO das Green-White-Checker eingeführt. Bereits vor kurzem haben wir über das G-W-C der NASCAR gesprochen, diesmal gehen wir etwas ins Detail, wie es in der VO umgesetzt wird.
Wird innerhalb der letzten zwei Runden eines Rennens eine Caution ausgelöst, so wird das Feld 'eingefroren'. Es folgt eine Caution, danach eine Runde unter grün und schließlich die letzte Runde des Rennens. Sollte nun eine weitere Caution ausgelöst werden, bevor der Leader des Rennens in der letzten Runde beginnt, also noch vor der White Flag, so gibt es einen neuen Versuch eines G-W-C.
Doch im Gegensatz zur Realität hat iRacing die maximale Anzahl der Versuche auf 15 begrenzt. Auch wenn dieses Limit recht unrealistisch hoch ist, so würde es im Falle eines Falles greifen. Ist dagegen der Leader nach einem G-W-C in der letzten Runde angekommen, so wird es keinen weiteren Versuch mehr geben, sondern das Rennen unter grün oder ggf. unter gelb zu Ende gehen.
Dies sollte man aber mit dem Fall verwechseln, dass der Leader in der letzten Runde ist, ohne dass es ein G-W-C gab. Ohne diese vorherige Rennunterbrechung wird es in jedem Fall ein G-W-C geben. Man sollte also immer mit 1-2 Versuchen pro Rennen rechnen und dementsprechend auch immer genügend Sprit dabei haben. Nichts ist ärgerlicher, als wegen zwei Runden am Ende noch einmal an die Pitlane zu müssen und so ans Ende des Feldes zu rücken.
Andererseits kann man diese Unterbrechung auch für einen taktischen Pitstop nutzen. Wenn man eh auf den hintersten Plätzen innerhalb der eigenen Runde ist, so kann man natürlich mit frischen Reifen noch einmal Boden gut machen. Allerdings könnte man dadurch unter Umständen einen Wave Around verpassen. Man sollte sich also im klaren sein, wo man sich gerade befindet und ob man mit einem Pitstop etwas gewinnen oder nur verlieren kann.
Daneben gibt es aber noch eine Kleinigkeit, in der sich die VO von der NASCAR unterscheidet. In den letzten 10% des Rennens gibt es weiterhin erhöhte Strafpunkte. Die G-W-C Regel beeinflusst dabei nicht, wann diese 10% beginnen. Es wird immer zum Anfang des Rennens geschaut, wann dieser letzte Abschnitt beginnt, unabhängig davon, wie viele G-W-C stattfinden.
Ein kleines Beispiel: Das Rennen ist mit 200 Runden angesetzt, es gibt vier G-W-C Versuche á 6 Runden. Das gesamte Rennen ist damit 224 Runden lang. Da 10% von 200 (geplanten) Runden jedoch 20 ist, beginnen mit der 181. Runde die letzten 10% des Rennens. Dass dieser Abschnitt (L181 bis L224) mit 44 Runden nun knapp 20% der gesamten Distanz darstellt, ist unerheblich. Entscheidend bleibt die geplante Rennlänge und ab welcher Runde demnach die letzten 10% beginnen würden.
Und noch ein kleiner Appell: Das Limit von 15 Versuchen muss man wirklich nicht ausreizen. Cautions breed cautions, wenn man einfach zu viel Risiko eingeht. ;-)