insideDaily 09/18
Pit Stop - Basic Dirt Track Driving Technique
In Pit Stop wollen wir euch ein paar Dinge näher bringen, die auf der Strecke von Bedeutung sein können. Dabei beschränken wir uns aber nicht nur auf den Alltag im Ligabetrieb, sondern schauen auch auf andere Dinge. So gucken wir heute grob auf das Dirt Track Racing.
Steigen wir gleich einmal mit den wichtigsten Punkten ein: Den Wagen richtig anstellen, das Gaspedal kontrollieren und welchen Unterschied der Untergrund macht.
Um den Wagen richtig anzustellen, nutzt man eine Technik, die in Europa als der "Scandinavian Flick" bekannt ist. Dabei lenkt man vor dem Turn kurz nach außen, um den Wagen instabil zu bekommen. Direkt danach lenkt man aber wieder nach innen und wählt dabei den Winkel aus, mit dem man durch den Turn driften will. Mit gefühlvollem Gegenlenken hält man nun den Winkel möglichst konstant, um so gerade wie möglich wieder aus dem Turn raus zu kommen.
Das Gaspedal ist der zweite Punkt. Den braucht man weniger, um den Wagen zu kontrollieren, sondern eher um schnell zu sein. Es kommt dabei darauf an, möglichst nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Wheelspin im Turn zu haben. Man kann dabei natürlich auch eine komplette Runde mit Vollgas schaffen, aber schnell ist das nicht. Wenn man dagegen gefühlvoll mit dem Gas in den Turns umgeht und konstant aus dem Turn raus beschleunigt, wird man schon schneller. Mit Trailbraking (also Gas und Bremse gleichzeitig) kann man noch mehr Zeit gewinnen. Es werden dabei auf Dirt nur drei Räder gebremst, da man das so genannte 'Right Front Shutoff' nutzt, also vorne rechts keine Bremse ist. Aber generell gilt: Je trockener der Kurs, desto weniger Gas sollte man nutzen.
Und damit kommen wir zum letzten Punkt: Dem Untergrund. Dabei wird zwischen einem 'Tacky' Track und einem 'Dry' oder 'Slick' Track unterschieden. Der 'Tacky' Track ist dabei zu Beginn der Sessions vorhanden. Der Dirt ist feucht und bietet viel Grip. Der 'Slick' Track ist dagegen trocken, glänzt und wird rutschiger. Damit sollte man möglichst dort fahren, wo der Untergrund hellbrauner und somit trockener ist. Ein Irrglaube ist dabei, dass sich diese Linie nach oben verändert. Abgesehen von Eldora fährt man dabei immer so weit innen, wie möglich, da hier eine schmale, nasse Linie bleibt. Eine Ausnahme von dieser Regel sind die Sprint Cars. Diese sind generell auf dem 'Cushion', also dem Kissen aus Dreck, dass sich oben an der Mauer bildet, schneller. Nur hier kommt einem die Mauer oft näher, als man es sich wünscht.
Und wer jetzt glaubt, dass das Setup eine bedeutende Rolle spielt, hat weit gefehlt. Das Setup ist am Ende für Topzeiten und längere Greenruns da. Aber ohne den Fahrstil und den Untergrund verstanden zu haben, bringt einem das beste Setup nichts. Und nun viel Spaß im Dreck.