insideDaily 29/18
Throwback Thursday - SNOS Talladega 2009
Die Pole holte sich damals Marco Rajan, während Florian Schmelz lieber dem Big One aus dem Weg gehen wollte und direkt am Start durch die Box fuhr. Ausgerechnet dieses Mal dauerte es 40 Runden bis zum Big One und Florian war dadurch bereits zwei Runden hinter dem Feld.
Doch bleiben wir erst einmal noch in der Startphase. Yves Queisert setzte sich in der dritten Runde nun wieder auf die Außenbahn, wo drei RSMler und zwei weitere Fahrer eine starke Offensive starteten. Während Yves sich so seine erste Führungsrunde im Rennen holen konnte, setzte sich Marcos Teamkollege Ronny Kuritz wieder nach innen und zog nun diese Linie, bis sich in der siebten Runde erstmals eine reine Single File Formation an der Spitze bildete.
Es folgten mehrere Angriffe und Führungswechsel, bevor Schrader und Zeiler den Wagen fast zeitgleich beim Pitin verloren. Yves setzte sich danach mit zwei weiteren Fahrern vom Feld ab, konnten den Abstand aber nicht lange halten.
Nach einer weiteren Caution konnten nun alle Fahrer ins Ziel fahren, während an der Spitze drei Mal HLR gegen zwei Mal RSM und Conrad W. fuhren.
Yves hatte durch Alexander Becker eine perfekte Abschirmung nach hinten, so dass Daniel Adam und Gabriel Stöhr auf einer Outsideline höchstens gleich schnell gewesen wären.
Dadurch wäre Conrad W. zum Zünglein an der Waage geworden. Einerseits war er im Punktekampf gegen Gabriel Stöhr und hätte ihn auf der Außenbahn nur so weit unterstützt, bis er einen eigenen Vorteil hätte ziehen können, andererseits war hinter ihm Thomas Nolden. Wäre Conrad also innen geblieben, so wären Daniel und Gabriel "verhungert". Wäre Conrad nach außen gegangen, so hätte ihn Thomas im Sinne des Teams in keinem Fall unterstützt und somit ebenfalls einen Angriff über die Außenbahn zunichte gemacht.
RSM befand sich damit in einer für sie unglücklichen Zwickmühle und musste auf Conrad hoffen. Kurz vor der letzten Runde versuchten sie so einen recht verzweifelten, aber erwarteten Angriff über die Außenbahn, Conrad unterstützte die beiden, doch Thomas spielte weiter in die Karten von HLR und griff auf der Innenbahn die drei außen Fahrenden an.
Während Daniel und Gabriel nun recht schnell ihren Angriff wieder abbrechen konnten, musste Conrad außen bleiben und verlor dort nicht nur P5 an Thomas, sondern auch gleich noch P6 an Marco Rajan.
Schon im Vorfeld waren die Favoriten, bzw. auf Restrictor-Plate-Tracks so genannte "Superdeppen" klar. Yves sollte seiner Rolle gerecht werden und sein zweites Rennen in Folge hier gewinnen, für das Team war es der dritte in Folge. Da soll mal jemand sagen, dass auf einem solchen Kurs jeder gewinnen kann.