insideDaily 189/19Track Spotting - Talladega Superspeedway
Die Idee für das längste Oval im Kalender, Talladega, entstand Anfang der 60er Jahre. Bill France, Sr. wollte eine Strecke, die länger und schneller als Daytona ist. Anfangs sollte der Kurs in Orange County, North Carolina entstehen, doch man konnte sich nicht mit der Gemeinde einigen.
Auf der Interstate 20 von Atlanta nach Birmingham hat man schließlich in Lincoln ein geeignetes Grundstück gefunden, um 1968 die Strecke fertig zu stellen. Beim ersten Rennen verweigerten jedoch alle Fahrer den Start, da die Reifen für Probleme sorgten. France Sr. holte sich darauf Ersatzfahrer, die das Rennen unter sich bestritten, so dass Richard Brickhouse seinen einzigen Sieg in der NASCAR holen konnte.
Bis 1983 gab es zudem einen Infield Road Course, der von der IMSA genutzt wurde. 2004 stellte dagegen Rusty Wallace auf dem Oval den Rekord für die schnellste Runde, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 348.1 km/h (216.3 mph), auf. Da Wallace aber nur für einen Test der Funkanlage auf der Strecke war, ist weiterhin Bill Elliotts 213 mph-Runde die offizielle Bestmarke. Elliott fuhr seine Zeit jedoch 1987, das letzte Jahr ohne Restrictor Plates.
Talladega hat zudem eine Geschichte, die man so auch nur selten findet. Seit den 70er Jahren halten sich Gerüchte um den 'Fluch von Talladega', der gerne mit Indianer-Mythen in Verbindung gebracht wird. Auf diesen Fluch sind mittlerweile viele Todesfälle, Unfälle und merkwürdige Zwischenfälle zurück geführt wurden. Bobby Isaac hat 1973 mitten im Rennen seine Karriere beendet, da er Stimmen gehört hat. Ein Jahr später waren etliche Fahrzeuge sabotiert, auf dem Parkplatz starb ARCA Präsident Bob Loga, im Infield war der tragische Helikopter-Unfall von Davey Allison, 2002 schaltete ein lockeres Teil der Roll-Bar über den Kill Switch den Motor von Ken Schrader aus. Von diesen Vorfällen gibt es fast jährlich neue, die 2010 zum Kurzfilm 'The Legend Of Hallowdega' geführt haben.