insideDaily 201/18Track Spotting - Homestead-Miami Speedway
Homestead gehört zu den jüngeren Ovalen, auf denen wir fahren. Nach dem Hurricane Andrew 1992 wurde das Projekt ins Leben gerufen, um der Wirtschaft der Region wieder auf die Beine zu helfen. Am 24.08.1993 hat man die Bauarbeiten, genau einem Jahr nach der Katastrophe, begonnen.
Während die Cup Series 1995 ihre Saison noch in Atlanta beendete, konnte man in diesem Eröffnungsjahr sich bereits das Finale der Busch Series (damalige Xfinity Series) sichern. Die Cup Series und die Truck Series sind erst 2002 nach Florida gekommen, um dort die Meisterschaft zu entscheiden.
Optisch hat man sich aber schon in den 90ern mit Aqua, Lila und Silber an die Region angepasst, Kritiker erwarteten aber sehr schlechte Rennen. Die Strecke sah noch etwas anders aus als heute: Homestead war ähnlich wie Indianapolis, nur etwas kleiner. Die Kurven waren flach und die Turns eher rechteckig. Diese Planung entstand mit dem Hintergrund, dass Carl G. Fisher sowohl Indy, als auch Miami Beach mitgestaltet hat.
Da sich dies bewahrheitete, wurden 1996 die Kurven runder gestaltet, auch wenn sie deutlich weniger Banking hatten, als heute. Bereits 1997 hat man dieses Problem erneut angefasst und den heutigen Streckenverlauf geschaffen. Das heutige Banking entstand aber erst mit einem weiteren Umbau 2003, dem 2005 eine Lichtanlage folgen sollte.
Das Racing wurde dadurch deutlich besser und auch die Fans an der Strecke profitierten von einer besseren Unterhaltung. Dabei sollte aber nicht der tödliche Unfall von Paul Dana vergessen. Auf dem 1997er Kurs hatte zuvor John Nemechek sein Leben lassen müssen, genauso wie Jeff Clinton auf dem inneren Road Course 2002.
2009 beendeten mittlerweile auch die IRL und die Grand-Am Series ihre Meisterschaften in Homestead, so dass insgesamt fünf Saisons hier entschieden werden konnten. Eine ganz andere Rennstrecke wird uns aber iR wohl niemals umsetzen: Hinter der Haupttribüne befindet sich ein Kurs für RC Fahrzeuge, die hier auch Meisterschaften austragen.
Greg Biffle und Tony Stewart haben in echt mit jeweils drei Siegen die meisten auf der Strecke, in knapp 60 VO Rennen sind Volker Hackmann, Akos Bokor und Gabriel Stöhr die erfolgreichsten. Von den 40 verschiedenen Siegern haben übrigens gleich 30 Fahrer es nicht geschafft, ihren Erfolg zu wiederholen.